Neben der Datenschutz-Grundverordnung, die bis 25. Mai 2018 von den Unternehmern umzusetzen ist, kommt in Kürze ein weiterer Administrationsaufwand auf uns zu. Es gilt, bis 1. Juni 2018 das Register der wirtschaftlichen Eigentümer entsprechend den Bestimmungen des „Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz“ (WiEReG) zu befüllen.

Das neue Register unterscheidet sich bspw vom Firmenbuch unter anderem darin, dass im Firmenbuch lediglich die rechtlichen Eigentümer oder Vertreter von Gesellschaften und Privatstiftungen aufzufinden sind.

Mit dem Register der wirtschaftlichen Eigentümer soll jene natürliche Person, denen eine Gesellschaft, eine Privatstiftung etc wirtschaftlich zugerechnet werden kann, dokumentiert werden. So sind auch – unter bestimmten Voraussetzungen – Treuhandschaften im Rahmen des Registers offen zu legen. Eines sei an der Stelle bereits erwähnt: Das Register ist gegenständlich nicht öffentlich einsehbar; dies wird sich, dem Vernehmen nach aber unter Umständen in absehbarer Zeit ändern können.

Um den Verwaltungsaufwand zu vermeiden, hat die Behörde die entsprechenden Datenbanken, wie Firmenbuch, Vereinsregister und die Bundes- und Landesregister für gemeinnützige Stiftungen und Fonds in dem neuen Register verarbeitet.

Um den 15. April 2018 werden Gesellschaften eine Information der zuständigen Behörde erhalten, wenn – nach deren Auffassung – noch nicht alle Voraussetzungen nach dem WiEReG erfüllt sind. Sind bei Ihrer Gesellschaft bspw ausschließlich nicht natürliche Personen beteiligt (dies ist bei Holding-/Konzernstrukturen anzutreffen), besteht jeden-falls ein zusätzlicher Meldebedarf. So weit hat das Service der Behörde leider nicht gereicht, durch die Struktur „durchzusehen“.

Als Steuerberater sind wir berechtigt, für Sie die Eintragungen nach dem WiEReG zu prüfen und gegebenenfalls bis zum 1. Juni 2018 zu ergänzen oder zu korrigieren. Die Meldungen können ausschließlich über das sogenannte Unternehmensserviceportal durchgeführt werden.

Wird die Meldung nicht fristgerecht erstattet, kommt es durch die Abgabenbehörde zu einer automatischen Androhung einer Zwangsstrafe gem § 111 BAO unter Setzung einer Nachfrist.