Ab 1. Jänner 2019 sind die Regelungen zum Familienbonus Plus seitens der Lohnverrechnung anzuwenden.

Die Details

Der Bonus steht pro Kind in Höhe von EUR 125,00 pro Monat (EUR 1.500,00 pro Jahr) zu. Nach dem 18. Geburtstag reduziert sich der Bonus auf EUR 41,68 pro Monat (EUR 500,00 pro Jahr). Voraussetzung ist, dass sich das Kind in Österreich aufhält und für dieses Kind Familienbeihilfe bezogen wird. Kinder, die sich im Ausland (EU/EWR/Schweiz) aufhalten, vermitteln einen Bonus, der abhängig von den Lebenshaltungskosten des anderen Staates höher oder niedriger sein kann.

Der Familienbonus Plus reduziert die Lohnsteuer bzw Einkommensteuer. Liegen keine steuerpflichtigen Einkünfte vor, zeigt der Bonus keine Wirkung. Der Bonus kann zwischen den Eltern im Verhältnis 50/50 geteilt werden. Relevant kann dies bspw dann sein, wenn die Lohnsteuer der Elternteile nicht hoch genug ist.

Auch Unterhaltsberechtigte können den Bonus geltend machen.

Berücksichtigung im Rahmen der Lohnverrechnung

Damit der Bonus bereits im Jänner 2019 bei den Berechtigten ankommt, hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass dieser im Rahmen der Lohnverrechnung berücksichtigt werden kann. Voraussetzung ist, dass der Dienstnehmer das Formular E30 vollständig ausgefüllt und mit allen Beilagen der lohnverrechnenden Stelle überlässt. Dieses Formular kann bereits über die website des Bundesministeriums für Finanzen bezogen werden.

Auf die lohnverrechnende Stelle kommt ein entsprechender Mehraufwand zu, da neben dem Formular auch der Nachweis über den Familienbeihilfenbezug bzw bei Unterhaltsleistenden der Nachweis über die Leistung des gesetzlichen Unterhalts (bspw Gerichtsbeschluss und Kontoauszüge) zu erbringen ist. Diese Unterlagen sind zum Lohnkonto zu nehmen.

Wenn die Voraussetzungen weggefallen sind (bspw Wegfall der Familienbeihilfe etc), ist dies dem Arbeitgeber innerhalb kurzer Frist zu melden.

Berücksichtigung im Rahmen der Steuererklärung

Selbstverständlich kann der Familienbonus Plus auch im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung oder der Einkommensteuererklärung (nachträglich) geltend gemacht werden. Damit entfällt eine allfällige Haftung seitens des Arbeitgebers für falsche Angaben.