Wie auch in den Vorjahren, besteht im Rahmen der Erstellung der Steuererklärung 2014 die Möglichkeit, einen investitionsbedingten Gewinnfreibetrag (GFB) in Höhe von 13 % des steuerlichen Jahresgewinnes geltend zu machen. Da auch ein Grundfreibetrag in Höhe von maximal EUR 3.900,00 zur Verfügung steht, kann der investitionsbedingte GFB geltend gemacht werden, wenn der betriebliche Gewinn EUR 30.000,00 übersteigt.

Sollte der steuerliche Jahresgewinn über EUR 30.000,00 liegen und kein Betriebsausgabenpauschale geltend gemacht werden, sind die folgenden Ausführungen von Interesse:

Sollten im aktuellen Jahr noch keine ausreichenden Investitionen getätigt worden sein, so kann, die für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag erforderliche Investitionsdeckung durch den Kauf von Wertpapieren erfüllt werden. Aufgrund einer Neuregelung sind jedoch nur mehr Wohnbauanleihen mit einer 4jährigen Bindung zulässig. Zu diesem Zweck sollten bis Jahresende der erwartete steuerliche Jahresgewinn 2014 abgeschätzt werden, um das Investitionsvolumen ermitteln zu können. Der GFB beträgt für Gewinne bis EUR 175.000 13 %. Für Gewinne zwischen EUR 175.000 und EUR 350.000 können 7 % und für Gewinne zwischen EUR 350.000 und EUR 580.000 4,5 % als GFB geltend gemacht werden. Für Gewinne über EUR 580.000 steht kein GFB mehr zu.

Bis zum Jahreswechsel müssen die Wertpapiere auf dem Depot verfügbar sein! Zur Auswahl der richtigen Wertpapiere steht der Bank- oder Vermögensberater zur Verfügung. Selbstverständlich können anstelle von den oben angeführten Wertpapieren auch abnutzbare, körperliche und ungebrauchte Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens angeschafft werden. Alle Anschaffungen im Zusammenhang mit dem GFB müssen eine Mindestnutzungsdauer von 4 Jahren aufweisen; es gibt jedoch Beschränkungen bei der Wirtschaftsgutwahl, um den GFB geltend zu machen. Der Gewinnfreibetrag vermindert auch die GSVG-Bemessungsgrundlage und somit neben der Steuerbelastung auch die Sozialversicherungsbelastung.