Pendlerrechner ab Februar 2014 relevant

Seit Februar 2014 ist der Pendlerrechner des Bundesministeriums für Finanzen unter www.bmf.gv.at/pendlerrechner online. Entsprechend den Bestimmungen der Pendlerverordnung ist der Rechner bei der Ermittlung der Höhe des Pendlerpauschales und des Pendlereuros verpflichtend anzuwenden. Es liegt folglich eine rechtsverbindliche Auskunft über die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz und über die Zumutbarkeit der Benützung von Massenbeförderungsmitteln vor.

Was ist zu tun, wenn bisher kein Pendlerpauschale berücksichtigt wurde?

Wurde im Rahmen der Lohnverrechnung kein Pendlerpauschale berücksichtigt, kann der Arbeitnehmer ab Februar 2014 nur mehr mit dem Ausdruck des Pendlerrechners die lohnsteuerliche
Beachtung des Pauschales im Rahmen der Lohnverrechnung verlangen. Das bisherige Formular L34 verliert daher an Bedeutung. Kommt der Pendlerrechner zum Ergebnis, dass kein Pendlerpauschale zusteht, hat der Arbeitgeber keine Möglichkeit, die pauschalen Werbungskosten zu berücksichtigen. Der Arbeitnehmer kann daher nur mehr im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung versuchen, das Pauschale zu erhalten.

Was ist zu tun, wenn bereits ein Pendlerpauschale berücksichtigt wurde?

Wurde im Rahmen der Lohnverrechnung bereits das Pendlerpauschale berücksichtigt, hat der Arbeitnehmer bis zum 30. Juni 2014 einen Ausdruck des Pendlerrechners dem Arbeitgeber
vorzulegen. Die Übergangsbestimmungen der Pendlerverordnung sind missverständlich formuliert. Wir vertreten die Auffassung, dass bis einschließlich Lohnabrechnung Juni 2014 die „alten“ Werte lt Formular L34 heranzuziehen sind. Ab Juli 2014 gilt das Ergebnis des Pendlerrechners. Legt der Mitarbeiter kein Ergebnis vor, steht das Pauschale ab Juli 2014 nicht mehr zu. Sollte der Pendlerrechner zu einem für den Arbeitnehmer positiveren Ergebnis kommen, dh ein höheres Pauschale vorsehen, besteht die Möglichkeit der Aufrollung für das gesamte Jahr 2014; dies hat bis 30. September 2014 zu erfolgen.

Als Voraussetzung gilt, dass die technischen und organisatorischen Möglichkeiten beim Arbeitgeber vorliegen.

Erhöhung des Sachbezuges PKW ab März 2014

Die Privatnutzung des arbeitgebereigenen Kraftfahrzeuges (Dienstwagen) ist als Sachbezug zu versteuern. Dieser beträgt 1,5 % der Anschaffungskosten. Bisher galt ein Höchstwert
der Anschaffungskosten von EUR 40.000,00. Ab 1. März 2014 beträgt der Wert EUR 48.000,00. Der Sachbezug kann daher maximal EUR 720,00 statt bisher EUR 600,00 pro Monat betragen.